Mit gleich vier vollelektrischen Modellen möchte Renault ab nächstem und übernächsten Jahr durchstarten. Mit einer Limousine, einem Nutzfahrzeug, einem Kleinwagen und einem Kompaktfahrzeug. Für jeden Bedarf wird etwas dabei sein. Das Unternehmen möchte mit der Einführung von gleich vier Modelltypen sicherlich Erfahrungen sammeln, welche Kundengruppen und Marktsegmente sich besonders für die neue Form der elektrischen Mobilität interessieren und welche Anforderungen hinsichtlich der Infrastruktur für reine Elektroautos zu bewältigen sind. Hier ist zum Beispiel denkbar, dass bei einem Nutzfahrzeug, vielleicht für einen Lieferdienst in einer Großstadt andere Anforderungen gelten als für ein Familienauto mit dem man auch einmal weite Strecken in den Urlaub fahren möchte.
Waren die Vorreiter der reinen Elektroautos bis jetzt Start Ups und kleine Unternehmen wie Tesla Motors oder Th!nk, so zeigt sich, dass sich langsam aber sicher auch die grossen Automobilhersteller positionieren…
Was ist das denn? Eine neue Waschstrasse? Nein, das ist die weltweit erste Akkuwechselstation für Elektroautos. In Zukunft wird sie Elektroautofahrern ermöglichen auch weite Strecken mit ihren Autos zu fahren. Einfach ranfahren - leerer Akku raus - voller Akku rein - und das alles in einer kürzeren Zeit, als ein konventionelles Auto vollzutanken. Besitzen wird man als Elektroautoautofahrer den Akku mit dem Geschäftsmodell von better place allerdings nicht. Vielmehr wird der Akku als ein reiner Energiespeicher gesehen, ähnlich dem Benzin oder dem Diesel in einem derzeitigen Fahrzeug.
Beim Neuwagenkauf erwirbt der Kunde dann den Wagen mit einer vorher festgelegten Laufleistung und dem eigentlichen Fahrzeug. Das Geschäftsmodell fokussiert mehr auf die Laufleistung als auf das eigentliche Fahrzeug. Das Geschäftsmodell ist vergleichbar mit gängigen Handyverträgen heutzutage, wobei das Handy durch den Hersteller subventioniert wird. Vorteile bietet dieses Vertragsmodell in vielerlei Hinsicht für die Autofahrer. Zum einen muss man sich keine Sorgen machen über die Lebensdauer des Akkus in dem Fahrzeug und zum anderen kann man im laufe der Zeit immer von der neuesten Akkutechnologie (Reichweite) profitieren wenn better place oder andere Anbieter neue Akkus zur Verfügung stellen. Die technische Umsetzung der elektrischen Revolution in der Automobilindustrie wird durch diese Schlüsseltechnologie wesentlich konkreter.
Das Unternehmen Tesla Motors aus Kalifornien wird neben dem Tesla Roadster bald auch das Model S im Programm haben. Dieses reine Elektroauto verfügt über fünf Sitzplätze sowie über zwei Kindersitze im Kofferraum. Die Daten die der Hersteller präsentiert, klingen sehr verlockend und lassen vermuten, dass es sich hierbei sowohl um ein ästhetisches, als auch um ein praktisches Fahrzeug handelt.
Das Auto soll über eine Beschleunigung verfügen, die es erlaubt, in einer Zeit von 5,6 Sekunden den Sprint von Null auf Hundert zu absolvieren. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit kanapp 200km/h an. Die maximale Reichweite soll zudem mit speziellen Akkus fast 500 km betragen. Technisches Highlight ist aber ein Quick Charger, wodurch sich der Akku in nur 45 Minuten wiederaufladen lassen soll. Ein Akkutausch wie er bei reinen Elektroautos bei längeren Fahrten in der Zukunft möglich sein könnte, würde hierdurch vielleicht überflüssig werden. Ende 2011 soll die Massenproduktion beginnen. Der Preis für dieses Fahrzeug fängt bei knapp 50.000 US$ an und es sollen im ersten Jahr 20.000 Stück gebaut werden. Vorbestellungen sind schon erwünscht…
Mit dem Ampera hat Opel derzeit die Vision eines umweltfreundlichen Elektrofahrzeuges. Aktuell stellt sich allerdings die Frage, ob dieses Auto zur richtigen Zeit kommt, oder ob Opel derzeit nicht in dieser schwierigen Situation wäre, wenn es den Ampera bereits serienmässig gäbe. Der Ansatz ist auf jeden Fall wegweisend, da dieses Fahrzeug für den Massenmarkt ausgelegt ist. Der windschnittige Viersitzer besitzt nämlich neben einem Elektromotor zusätzlich einen Ottomotor, der bei Bedarf als Generator dient und den Akku des Fahrzeuges während der Fahrt auflädt.
Im rein elektrischen Betrieb soll der Ampera über eine Reichweite von 60km verfügen, die danach je nach Bedarf über eine herkömmliche Steckdose oder eben über den Generator an Bord gesteigert werden kann. Für den Pendler der hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist könnte diese Reichweite für einen rein elektrischen Betrieb, mit immerhin 150 PS, durchaus Sinn machen. Wie in den Videos zu sehen ist, kommt der Ampera ganz ohne mechanische Instrumente in dem futuristisch anmutenden Cockpit aus.
Ab 2011 soll der Ampera in denn Handel kommen und um die dreizigtausend Euro kosten, vorausgesetzt das Unternehmen existiert dann natürlich noch…
Die Schweizer Automobilmanufaktur Rinspeed wird auf dem Genfer Automobilsalon Anfang März den den iChange vorstellen. Es handelt sich bei diesem Dreisitzer um ein reines Elektrofahrzeug mit einem bis jetzt einzigartiges Raumkonzept. Durch absenken des Daches wird dieses Fahrzeug zu einem windschnittigen Einsitzer. Hebt man die Dachkonstruktion elektrisch an, so stehen zwei weitere Sitze zur Verfügung die hinter dem mittig sitzenden Fahrer angeordnet sind. In der Praxis soll hierdurch eine erhebliche Flexibilität erreicht werden, da Autofahrer meist allein unterwegs sind, aber grundsätzlich die Möglichkeit wünschen Personen in ihrem Fahrzeug mitzunehmen. Es kann also im Alltag Energie gespart werden, mit der sich die Reichweite und die Kilometerkosten reduzieren lassen.
Der iChange verfügt über beeindruckede Fahrzeugdaten: 200 PS leistet der Elektromotor und die Höchstegeschwindigkeit soll bei bis zu 220km/h betragen. Die Reichweite des Elektroautos gibt der Hersteller mit mit 90km an. Den Sprint von Null auf Hundert soll der iChange in knapp über 4 Sekunden bewältigen. Zudem wiegt das Fahrzeug nur knapp über eine Tonne, wobei die Karroserie aus einer Kunstfaser besteht, die modernste Umweltstandarts gerecht wird. Ein modernes Navigationsgerät soll zudem gewährleisten, dass der Fahrer die kürzeste Strecke zum Ziel findet.
Für Rinspeed Chef Frank M. Rinderknecht ist das Fahrzeug mehr als nur ein pfiffiges Concept Car: „Der iChange ist Symbol für den fundamentalen Umbruch, in dem sich die Autoindustrie weltweit befindet. Und es ist klar, dass nur die Firmen überleben werden, die mit innovativen Konzepten den Anforderungen einer neuen automobilen Zeit begegnen.“ Genauso sehen wir das auch…
In Zeiten von Klimawandel und knappen Ressourcen scheinen die abgaslosen Flüsterflitzer eine Alternative zum PKW mit Verbrennungsmotor zu sein. Kommen jetzt die Elektroautos? Das ZDF Magazin Abenteuer Wissen hat dazu am Mittwoch einen Beitrag ausgestrahlt. Es geht im Allgemeinen um die Zukunftstauglichkeit, die anhand der Entwicklung und Forschung am Tesla Roadsters dargestellt wird. Später im Film wird ausserdem das Projekt Better Place aus Isreal gezeigt, das sich mit dem Aufbau von Infrastruktur mit Elektroautos und Ladestationen beschäftigt.
Auch Mercedes stellt neben dem Smart nun auch ein Elektroauto auf Basis der heutigen B-Klasse vor. Die Besonderheit dieses Fahrzeuges liegen unter anderem in dem unter dem Fussraum angebrachten Akku für das Fahrzeug. Hierdurch wird kein Platz im Innenraum für den Akku benötigt werden und ein Kofferaum soll, anders als bei anderen Elektroautos, ebenfalls zur Verfügung stehen.
Laut Herstellerangaben soll dieses Fahrzeug in drei unterschiedlichen Versionen ab dem Jahr 2010 angeboten werden. Eine rein elektrische Version mit einer Reichweite von 200km, eine Version die neben dem Elektromotor auch mit einer Brennstoffzelle ausgestattet ist und so über eine höhere Reichweite verfügt und eine dritte Version, bei der ein kleiner Verbrennungsmotor integriert ist der wie beim GM Volt als Generator dienen soll. Je nach Bedarf können Autokäufer in Zukunft so unterschiedliche Antriebskonzepte erwerben, wobei hier nur ein Konzept überhaupt Schadstoffe ausstösst. Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges soll in allen drei Versionen immerhin 150km/h betragen.
Derzeit entbrennt unter den Herstellern ein Wettlauf wer als erster die Kapazitäten für eine massenhafte Produktion von Elektrofahrzeugen stellen kann. Alle etablierten Hersteller haben erkannt, dass die Zeit gekommen ist, um mittelfristig auf Elektrofahrzeuge in diesem Segment umzusteigen. Die kommende Fertigung in grossen Stückzahlen wird neben vielen Inovationen auch eine deutliche Reduzierung der Kosten der verwendeten Akkus zur Folge haben und diese Fahrzeuge bezahlbar werden lassen. Die Vision einer ökologisch notwendigen und einer ökonomisch wünschenswerten elektrischen Mobilität wird bald zur Realität.
Bollore´ und Pinifarina, eine französische und eine Italienische Firma haben jüngst in einer Partnerschaft den B Zero entwickelt. Dieses reine Elektroauto soll ab Ende 2009 in Serie hergestellt werden. Das Fahrzeug verfügt über fünf Türen und soll über eine Reichweite von 250 Kilometern verfügen. Die Höchstgeschwindigkeit wird nach Herstellerangaben abgeriegelte 130km/h betragen. Der B0 wird über einen regulären Hausstromanschluss aufgeladen werden und zusätzlich über Solarzellen auf dem Dach mit Energie versorgt.
Dieses Elektroauto kann durchaus massentaugliches Potential haben wenn der Preis ab 2009 stimmen wird, denn dieses Fahrzeug schliesst die Lücke zwischen elektrischen Sportwagen und elektrischen Kleinstwagen. Wenn dieses Fahrzeug realisiert wird, dann können in Zukunft auch Familien auf hundertprozentig umweltfreundliche Mobilität setzen.
Die Firma Th!nk aus Norwegen hat neben dem Th!nk City noch den Th!nk Ox in Planung. Dieses Auto soll in Modulbauweise gefertigt werden, um für spezifische Märkte in Nordamerika und in Asien mit eigenen gesetzlichen Regelungen und unterschiedlichen Kundenpräferenzen schnell und kostengünstig produzierbar zu sein. Das Auto soll Platz für fünf Personen bieten und über eine Reichweite von 250km im Stadtverkehr verfügen.
Der Ox soll eine Höchstgeschwindigkeit von 130km/h erreichen und in der Lage sein, mit unterschiedlichen Akkutypen betrieben zu werden. Sollten sich technologische Sprünge in der Akkutechnologie ergeben, so wird sich die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges problemlos steigern lassen. Das Elektroauto soll zudem über einen Boardcomputer mit GPS, Internetzugang und Navigationssystem verfügen. Über den künftigen Verkaufspreis schweigt sich das Unternehmen noch aus, bei dem derzeitigen Ölpreis und bei den Strafsteuern, die an den CO2 Ausstoss herkömmlicher Fahrzeuge gekoppelt sind in Norwegen, wird wahrscheinlich allerdings eine hohe iinnerstaatliche Nachfrage vorhanden sein.
Als strategische Partner haben die Norweger General Electric und im letzten Jahr die Unternehmensberatung Porsche Consulting aus Deutschland gewonnen. Das sich gerade global Player für diese relativ kleine Firma interessiert, zeigt dass sie auch von den etablierten Firmen ernst genommen werden und diesees Produkt in Zukunft auch einer breiten Käuferschicht zugänglich sein könnte. Erstaunlich ist aber, dass nicht große Firmen mit gigantischen Ressourcen und umfangreichen Kompetenzen innovationskraft und Flexibilität zeigen, sondern zunehmend kleine Unternehmen, die trotz geringerer Ressourcen über zunehmend realistische Visionen für neue Produkte verfügen.
In den letzen Jahren kommen immer mehr, und vor allem kleinere Hersteller mit Elektroautos auf den Markt und setzen den Trend der Zukunft des Automobils (wir berichteten). Blickt man zurück, kommen Fragen auf, warum Elektroautos nicht schon vor 10 Jahren die Strassen erobern durften. Lag es an der Technologie, am Geld oder an daran, dass Regierungen und grosse Konzerne das Problem der globalen Erderwärmung nicht erkannt haben? Eine Antwort versuchte 2006 der Dokumentarfilm “Who killed the Electric Car?” von Chris Paine zu geben, über den hier kurz informiert werden soll.
In “Who killed the Electric Car?” wird zum einen über die Vorteile und Möglichkeiten eines Elektroautos berichtet, zum anderen wird jedoch die Geschichte des EV1 (eletric vehicle 1) von General Motors erzählt. Der Film bekam gute Kritiken, jedoch ist der Bekanntheitsgrad von Dokumentarfilmen ja bekanntlich nicht so hoch. Man findet im Internet einige Berichte über den Film, der versucht klarzumachen, dass wir eigentlich den Umbruch zu Elektro- und Hybridautos vor mehr als 10 Jahren verschlafen haben.
Durch ein Gesetz in Kalifornien am 1.1.1990 sollte der Anteil an emissionsfreien Fahrzeugen (ZEV zero emission vehicle) auf dem Markt bis 2010 gesteigert werden. Zunächst ab 1998 auf 2%, ab 2003 auf 10%. Dies war der Anlass für GM, Toyota und andere Hersteller, mehr in die Erforschung alternativer Energien zu investieren, für GM unter anderem auch ein Grund, um die Markteinbrüche abzufangen und mit dem neuen Segment Geld verdienen zu können.
Zu dieser Zeit steckte die Entwicklung des Elektroautos keineswegs mehr in den Kinderschuhen, es wurden bereits Rennen mit Solarmobilen gemacht und an Elektronik zur Zusammenschaltung von Batterie getüftelt.
Das Electric Vehicle 1, kurz EV1
Kaufe die DVD bei Amazon:
Im 1996 stellte GM dann sein Elektroauto EV1 vor, ein schicker Zweisitzer, den man abends an die Steckdose anschliesst, um am nächsten Tag wieder 60 Meilen (gleich 96.5 km) mit ihm fahren zu können, was für den durchschnittlichen Pendler vollkommen ausreicht. Es wurden Modelle an Prominente wie Tom Hanks und Mel Gibson vergeben, aber letztendlich blieb das Marketing im Vergleich zu anderer Autowerbung deutlich auf der Strecke. Wo sonst grosse protzige SUVs und Trucks aufblitzten, sah man nur eine künstlerische Appelierung an das schlechte Gewissen des Autofahrers, das in den 90er Jahren noch vollkommen unterentwickelt war.
Trotzdem gab es für den das EV1 5000 Vorbestellungen und wir kommen zum zweiten merkwürdigen Punkt neben dem faden Marketing: Es wurden nur 1111 EV1 gebaut und es kann festgehalten werden, dass GM scheinbar künstlich den Verkauf des Autos zurückhalten wollte. Noch dazu wurden die verkauften EV1 nur verleast und nach 3 Jahren alle von den Strassen verbannt und verschrottet, natürlich unter dem Protest der EV1 Fangemeinde, die ihre Auto und seine Vorzüge liebgewonnen hatten. 14.3.2005 wurden die letzten EV1 zerstört.
Wo liegen die Motive bzw. Drahtzieher, die ein so zukunftsträchtiger Modell lieber auf dem Schrottplatz als auf der Strasse sehen?
Der Film zeigt, wie die es dazu kommt, dass das “zero emission” Mandat vom zuständigen California Air Reduction Board (CARB) gekippt wird, inwie weit der Vorsitzende Alan Llyod mit grossen Ölkonzernen verstrickt ist, und es scheint klar, dass die Ölkonzerne kein Interesse daran haben, wenn Autos nur ihre Batterien aufladen und nicht mehr an die Tankstelle kommen, um Benzin zu kaufen. Im Detail wurde das Zero Emission Mandate von 1990 in 2003 angepasst, in Zahlen sollten dann 25.000 emissionsfreie Autos bis 2014 auf kalifornischen Strassen unterwegs sein. In diesem Jahr wurde dieser Wert abermals reduziert, das Ziel liegt nun bei 7.500 Wagen. Ein gutes Zeichen ist jedoch, dass auch 12 andere Staaten dieses Ziel erreichen wollen und somit die Autohersteller 120.000 Fahrzeuge an den Mann bringen müssen.
Ein weiterer Aspeckt, dass GM die fortschrittlichste Firma im Bereich der Batterietechnolge aufkaufte und später die Anteile an Texaco, einen der grössten Ölmultis veräusserte, zeigt, wie eng die Autokonzerne hier verbunden sind. Damit sind ist GM aber nicht der einzig Schuldige am Misserfolg des Elektroautos zu dieser Zeit. Der Film zeigt weitere Verdächtige und Ursachen wie die Regierung, die Steuererleichterungen für Autos über 2.7t erlassen hat, die Konsumenten, die nicht bereit für neue Technologien waren und nicht bereit, einen höheren Preis für ein Auto zu bezahlen, das weniger kann. Auf der anderen Seite werden auch alternative Antriebe wie Hybrid- und Hydrogen Fuel Cell vorgestellt, aber ob es gerechtfertigt ist, im Film einer anderen Technik vorzuwerfen, sie habe das Elektroauto verhindert, erscheint zweifelhaft. Letztendlich hat der Markt entschieden, der aktuell eine immer höhere Verbreitung von Hybridautos, speziell dem erfolgreichen Modell des Toyota Prius, erbracht hat.
In der Diskussion um die Emissionen, haben die “Gegner” des Elektoautos das Argument hervorgebracht, dass 55% des Stroms immer noch durch Kohlekraftwerke produziert würden, also die Gesamtemission nicht gesenkt werden könnte. Verzichtet man an dieser Stelle auf die Erörterung zur Energiegewinnung aus Atomkraftwerken, erscheint dies angesichts der immer weiter verbreiteten alternativen Energiegewinnungsmethoden sehr lächerlich. Auf der anderen Seite stimmt genau dieses Argument, das auch aktuell in der Diskussion um die Luftreinheit bei den olympischen Spielen 2008 in Peking ist. Natürlich sind vor allem die Abgase der Autos an dem Smog Schuld, auf der anderen Seite gibt es jedoch auch zahlreiche kleinere Kohlekraftwerke, der nicht mit der neusten Technolgoie arbeiten und die alles in die Atmospähre blasen, was sie können.
Nicht wirklich überzeugend klingen die Pläne der chinesichen Regierung (siehe hier und da), extra für die Spiele diverse Industrien zum Abschalten der Kohlekraftwerke zu zwingen, um so wenigstens für kurze Zeit die dicke Luft zu verbannen, aber auf lange Sicht müssen definitiv andere Lösungen gefunden werden. Wie auch immer die Reinheit zu den Spielen sein wird, das IOC befindet die Luft jetzt schon für gut und verlässt sich auf die Projekte und Messwerte der Spezialisten. (siehe Meldung hier)
Fazit
Die Dokumentation über den Erfolg und letztendlichen Misserfolg des EV1 zeigt viele Einflüsse auf, die mit der Akzeptanz der Menschen und dem Einfluss von Regierung und grossen Firmen zu tun haben. Dass das Projekt eingestellt wurde, ist sehr bedauerlich, es ist jedoch gut zu sehen, dass in den letzten jahren die “Kleinen” den Plan des Serienreifen Elektroautos nicht aufgegeben haben. Auch die “anderen” Grossen haben den Trend wieder aufgenommen und präsentieren ihre Forschung seit den letzten Jahren wieder vermehrt auf den Automobilausstellungen.
Da sind zum einen Volkswagen mit der Entwickung an einem 1 Liter Auto, wobei dazu erwähnt werden muss, dass genau dieses Projekt 2005 gekippt wurde. Um so besser zu sehen, dass neue Konzepte, zum Beispiel das Modell Up! auf der IFA 2007 präsentiert wurden, jedoch bleibt der Kritikpunkt, dass hier versucht wird, die Motortechnologie mit fossilen Brennstoffen weiterzuführen. Soweit bekannt, wird aktuell vor allem von Volkswagen der Erdgas-Touran auf verschiendenen Veranstaltungen promoted.
Auf der Seite gibt es neben den vielen anderen Herstellern General Motors, dem Entwickler des EV1, der mittlerweile auch wieder Entwicklungen in Richtung eines Elektroautos zeigt, und zwar den Chevrolet Volt. Auf der Webseite gibt es gerade bezüglich des Films einen Artikel zum Thema “Aren’t you the guys who killed the eletric car?”, der die Gründe und die jetzige Wiederaufnahme an der Forschung der gleichen Technologie wie vor 10 Jahren erläutert.
Der jetztige Markt ist jedoch noch von Hybridautos geprägt. Der Übergang zu einer komplett neuen Antriebsart schein nicht zu schaffen zu sein. Das Project Better Place versucht hier zwar einen Meilenstein in der Distribution des Energieträgers zu setzen, was mit einem riesigen finanziellen Aufwand verbunden ist. Nur die Zeit wird zeigen, ob und wie schnell der Rohstoff Öl und vor allem sein Preis die Mobilität der Menschen fortführen wird. Wir sind gespannt, wie die Welt in 10 Jahren aussehen wird. Wir hoffen doch blau, auf dem blauen Planeten, unserem Zuhause.