Hawaii wird nach Kalifornien der zweite Bundesstaat in den USA werden, in dem eine flächendeckende Infrastruktur für Elektroautos aufgebaut wird. Innerhalb der nächsten drei Jahre, also bis zum Jahr 2012 sollen massenhaft emmisionsfreie Elektroautos auf den Insel fahren. Der besondere Clou an diesem Standort ist, das die nötige Energie für die Fahrzeuge mühelos aus Windkraft und Solarenergie gewonnen werden kann und somit ein nachhaltiges Konzept zur individuellen Mobilität ermöglicht.
Modernen Elektrofahrzeugen der neuesten Generation kann man nicht mehr auf den ersten Blick von herkömmlichen Autos unterscheiden wie man weiter unten den Better Place Rouge bestaunen kann…
In Zeiten von Klimawandel und knappen Ressourcen scheinen die abgaslosen Flüsterflitzer eine Alternative zum PKW mit Verbrennungsmotor zu sein. Kommen jetzt die Elektroautos? Das ZDF Magazin Abenteuer Wissen hat dazu am Mittwoch einen Beitrag ausgestrahlt. Es geht im Allgemeinen um die Zukunftstauglichkeit, die anhand der Entwicklung und Forschung am Tesla Roadsters dargestellt wird. Später im Film wird ausserdem das Projekt Better Place aus Isreal gezeigt, das sich mit dem Aufbau von Infrastruktur mit Elektroautos und Ladestationen beschäftigt.
Am 28. Januar 2009 findet in Stuttgart das World Mobility Forum statt. Zum einen wird es die bisher größte Schau von Autos mit alternativen Antrieben in Deutschland geben, zum anderen geht es allgemein um die CO2 Disskussion und Reduktion. Die Verstanstaltung wird von namhaften grossen Firmen unterstützt und zieht einflussreiche Persönlichkeiten aus der gesamten Automobilindustrie an.
Auch Mercedes stellt neben dem Smart nun auch ein Elektroauto auf Basis der heutigen B-Klasse vor. Die Besonderheit dieses Fahrzeuges liegen unter anderem in dem unter dem Fussraum angebrachten Akku für das Fahrzeug. Hierdurch wird kein Platz im Innenraum für den Akku benötigt werden und ein Kofferaum soll, anders als bei anderen Elektroautos, ebenfalls zur Verfügung stehen.
Laut Herstellerangaben soll dieses Fahrzeug in drei unterschiedlichen Versionen ab dem Jahr 2010 angeboten werden. Eine rein elektrische Version mit einer Reichweite von 200km, eine Version die neben dem Elektromotor auch mit einer Brennstoffzelle ausgestattet ist und so über eine höhere Reichweite verfügt und eine dritte Version, bei der ein kleiner Verbrennungsmotor integriert ist der wie beim GM Volt als Generator dienen soll. Je nach Bedarf können Autokäufer in Zukunft so unterschiedliche Antriebskonzepte erwerben, wobei hier nur ein Konzept überhaupt Schadstoffe ausstösst. Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges soll in allen drei Versionen immerhin 150km/h betragen.
Derzeit entbrennt unter den Herstellern ein Wettlauf wer als erster die Kapazitäten für eine massenhafte Produktion von Elektrofahrzeugen stellen kann. Alle etablierten Hersteller haben erkannt, dass die Zeit gekommen ist, um mittelfristig auf Elektrofahrzeuge in diesem Segment umzusteigen. Die kommende Fertigung in grossen Stückzahlen wird neben vielen Inovationen auch eine deutliche Reduzierung der Kosten der verwendeten Akkus zur Folge haben und diese Fahrzeuge bezahlbar werden lassen. Die Vision einer ökologisch notwendigen und einer ökonomisch wünschenswerten elektrischen Mobilität wird bald zur Realität.
In Deutschland werden langsam auch die Weichen für eine Infrastruktur für Elektroautos gestellt. Neben London, wird nun auch in Berlin ein Feldversuch gestartet um Erfahrungen mit der Praxistauglichkeit von Elektrofahrzeugen zu sammeln. Die beteiligten Firmen Daimler und der Energieversorger RWE stellen zusammen das Projekt auf die Beine. Daimler liefert einhundert Elektro Smart und der Energieversorger RWE baut 500 Ladestationen für die Fahrzeuge in der Stadt. Beide Firmen könnten in der Zukunft stark von der Entwicklung profitieren, wenn die Fahrzeuge flächendeckend in Großstädten eingesetzt werden.
Das Konzept entspricht im wesentlichen der Idee von Project Better Place aus Kalifornien. Einziger Unterschied, bis jetzt sind noch keine Akkuwechselstationen für die Elektroautos geplant. In naher Zukunft wird das bestimmt aber auch kommen, um längere Strecken zu fahren. Das Business Model unterscheidet sich jedoch bei beiden Kooperationen jedoch nicht. Interessant ist, das Daimler nicht nur den Elektro Smart präsentiert, sonder auch die A-Klasse. Das zeigt, dass es technisch auch möglich sein wird, schwere und bereits am Markt etablierte Fahrzeuge unweltschonend umzurüsten.
Wie wir bereits vor kurzem berichtet haben, wurde die Idee für ein serienmässiges Elektroauto nicht erst im letzten Jahr geboren. Schon Anfang der neunziger Jahre wurde bei General Motors ein Fahrzeug mit Elektromotor entwickelt, der EV1. Dieses Elektroauto wurde jedoch aus mysteriösen Gründen wieder von den Strassen verbannt und die Entwicklung und Forschung gestoppt.
Wer an der Geschichte interessiert ist, kann dank der Videoplattform Youtube den Film jetzt in 10 Teilen anschauen.
Project Better Place beginnt mit der Errichtung einer Infrastruktur für Elektroautos in Kalifornien. Wie man auf dem Bild erkennen kann, werden Akkuwechselstationen auf an den Autobahnen errichtet damit man bei längeren Fahrten mit Elektroautos keine Ladezeit bei einem leeren Akku hat. In drei Jahren soll die Infrastruktur bereits fertiggestellt sein. In Dänemark, Israel und Australien laufen bereits ähnliche Projekte um eine Infrastruktur für Elektroautos zu schaffen.
Neben der Infrastruktur wird auch ein neues Elektroauto vorgestellt, der Better Place Rouge. Dieses Elektroautos basiert auf dem Renault Megane und wird in naher Zukunft für eine emissionsfreie Mobilität in Kalifornien sorgen.
BMW startete mit dem Mini E. Mit 204 PS unter der Haube geht es rein elektrisch voran. Höchstgeschwindigkeit 152km/h bei einer Reichweite von bis zu 250km. Allerdings verbraucht der Akkublock im Farzeug eine Menge Platz, so dass der Mini E zum Zweisitzer mutiert.
Genau wie der Tesla Roadster verfügt das Elektroauto üper einen Akkublock aus 5.000 Laptop-Akkus, der das Auto mit der notwendigen Energie versorgt. Das Fahrzeug verfügt zudem über ein mitlerweile übliches System zur Bremsenergierückgewinnung wodurch die Reichweite im Stadtverkehr erhöht werden kann.
Nächstes Jahr startet ein Feldversuch in den USA mit 500 Fahrzeugen. BMW möchte so wertvolle Erfahrungen über die Alltagstauglichkeit des Fahrzeuges aus Kundensicht sammeln. Die Nachfrage am bezahlpflichtigen Feldversuch teilzunehmen übersteigt im Moment wohl bei weitem das Angebot. Dann steht der krisenfreien Serienproduktion wohl nichts im Weg…
Auch VW passt sich an und präsentierte vor kurzem den Golf Twin Drive. Die Autobauer aus Wolfsburg setzt zur Zeit noch auf eine Hybridlösung mit einem Elektromotor und einem Verbrennungsmotor. Die Reichweite des Twin Drive soll rein elektrisch betrieben 50km betragen. Danach schaltet sich automatisch der Verbrennungsmotor zu und liefert die nötige Energie. Die Höchstgeschwindigkeit soll im rein elektrischen Betrieb immerhin 120km/h betragen.
Dieses Fahrzeug ist im Moment allerdings noch ein Prototyp. Eine Versuchsreihe mit zwanzig Fahrzeugen soll ab 2010 anlaufen. Die Serienproduktion ist allerdings erst ab dem Jahr 2014 geplant. Dann wird auch die Akkutechnologie sicherlich noch weitere Fortschritte gemacht haben und die Reichweite im rein elektrischen Betrieb wird sich bestimmt noch erheblich steigern lassen.
Allerdings werden dann sicherlich schon längst viele kleine Hersteller reine Elektrofahrzeuge in Europa verkaufen.
Der Tesla Roadster ist im Moment wohl das beeindruckendste Elektroauto der Welt. Vorbei sind die Zeiten in denen Elektroautos ausschliesslich etwas für Idealisten waren, die die offensichtlichen Einschränkungen von Elektroautos wie: geringe Reichweite, magere Sicherheitsausstattungen, mieses Design und eine geringe Höchstgeschwindigkeit in Kauf nahmen.
Der Tesla Roadster setzt Masstäbe: beeindruckende Beschleunigungswerte, ansprechendes Design akzeptable Reichweite und eine vergleichsweise beeindruckende Sicherheitsausstattung. Hinzu kommt, dass der Roadster bereits in Serie produziert und zu einem am Markt akzeptierten Preis verkauft wird.
Vorbei sind die Zeiten in denen innovative Prototypen nie realisiert wurden und in den “Schubladen” einiger Herstellerfirmen wieder verschwanden. Mit dem Tesla Roadster hat zum ersten mal eine kleine Firma gezeigt das es technisch möglich ist ein attraktives Elektroauto zu einem am Markt akzeptierten Preis zu verwirklichen.
Die Folgen werden umwälzend sein. Fakt ist, dass viele Menschen den Tesla Roadster einem derzeitigen Neuwagen vorziehen würden, wenn sie es denn könnten. Aus Sicht der Käufer verbessert sich nämlich einiges gegenüber derzeitigen Fahrzeugen. Zum einen sind die Betriebskosten für elektrische Autos wesentlich geringer als für Wagen mit Ottomotoren. Des weiteren verfügen diese Fahrzeuge über eine wesentlich bessere Beschleunigung und einen höheren Wirkungsgrad der Energienutzung. Zudem verursachen sie keine Abgase und die Lärmbelästigung in den Städten wird deutlich verringert. Auch bei der Energiegewinnung ist man wesentlich flexibler. Denkbar ist durchaus, dass man sich ein Windrad in den Garten stellt und die nötige Energie für den Roadster selbst gewinnt.
Für die etablierten Herstellerfirmen ändert sich einiges. Käufer werden zunehmend Elektrofahrzeuge nachfragen, da diese ihnen auch gerade durch Kostensenkungspotentiale in der Massenproduktion erhebliche Vorteile gegenüber derzeit angebotenen Neuwagen bieten werden.
Wie konnte es passieren, dass nicht die kapitalstarken Herstellerfirmen als erste mit einem ähnlichen Produkt auf den Markt kamen? Riesige Forschungsabteilungen mit den besten Ingenieuren der Welt und der Erfahrung von Jahrzehnten im Automobilbau hätten doch zumindest ein ebenso innovatives Fahrzeug hervorbringen können?
Jetzt sieht man sich bei vielen etablierten Herstellern sinkenden Absatzzahlen gegenüber und ruft nach Subventionen vom Staat. Dieses hängt sicherlich auch mit anderen Faktoren zusammen, liegt aber auch ganz wesentlich an veralteter Technologie. Die Produzenten bei Tesla Motors haben diese Probleme nicht. Sie kommen mit der Auslieferung des Roadster nicht hinterher…