| Die Zukunft des Autofahrens | RSS | Impressum | Presse | Kontakt | Login

Archiv für Dezember 2007

Lightning GT

Sonntag, 30. Dezember 2007

bild-921.jpg

Einen elektrischen Supersportwagen wird die Firma Lightning Car Company aus England im Jahr 2008 auf den Markt bringen. Das Auto soll über beeindruckende 700 PS verfügen und den Sprint von Null auf 100 km/h in weniger als 4 Sekunden bewältigen. Mit einer Reichweite von rund 400 Kilometern soll dieses Elektroauto nicht nur für den Stadtverkehr geeignet sein, sondern auch weite Strecken zurücklegen können. Die Höchstgeschwindigkeit des Lightning GT soll bei rund 210km/h liegen.

http://www.lightningcarcompany.com/contact.php

Interessant ist, dass der Wagen mit vier Elektromotoren ausgerüstet ist, die direkt an den Rädern angebracht sind. Übertragungswellen für den Kraftfluss werden dadurch überflüssig. Beim Gas wegnehmen sorgt ein System zur Bremskraftrückgewinnung dafür, dass der Akku des Fahrzeuges dann während der Fahrt wieder aufgeladen wird. Dieses soll die Reichweite erheblich erhöhen. Der Akku des Lightning GT ist ein sogenannter Lithtium-Titanat-Akku. Dieser Akku soll vier wesentliche Vorteile besitzen, zum einen soll er in die Eigenschaft besitzen innerhalb von 10 Minuten voll aufladbar zu sein und er soll auch nach 15.000 Ladevorgängen noch 85% seiner ursprünglichen Kapazität besitzen. Zudem soll das bekannte Problem einer möglichen Überhitzung nicht auftreten und der Akku soll weniger umweltschädliche Stoffe enthalten als derzeitig verwendete Akkus. Einziger Nachteil ist der zur Zeit noch relativ hohe Preis gegenüber Lithium Ionen Akkus. Dieses drückt sich auch in dem angepeilten Verkaufspreis von 220.000 Euro des Fahrzeuges aus.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,489085,00.html

Anhand der technischen Daten scheint dieses Elektroauto, ebenso wie der Tesla Roadster und der Venturi Fetish gar nicht dem geläufigen Bild eines Elektroautos zu entsprechen. Wir sind gespannt wie erfolgreich sich diese Nischenprodukte entwickeln werden. Den Vergleich mit dezeitigen konventionellen Sportwagen brauchen sie anhand der Leistungsdaten jedenfalls nicht wirklich zu scheuen. Zudem kommen Vorteile hinzu, die gegenüber heutigen Fahrzeugen eindeutig bestechen: geringer Geräuschpegel, geringe Wartungskosten und geringe “Tankkosten”. Das beste allerdings, keine direkten umweltschädlichen Emissionen.

Wir sorgen für saubere Luft.

bild-911.jpg

Innovationen und Imitationen

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Auch die Chinesen haben die Zeichen der Zeit erkannt und produzieren mitlerweile neben einer großen Anzahl von Plagiaten auch eine zunehmende Anzahl von innovativen, alltagstauglichen Elektrofahrzeugen, die heutzutage noch größtenteils im heimischen Markt vertrieben werden.

http://www.xfmotor.com.cn/en/ebikes.html

Eine wirkliche Alternative könnte der Flybo werden. Mit einer Reichweite von 130km und einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 55km/h erfüllt er die Anforderungen für den Stadtverkehr europäischer Metropolen. Wir werden aber bald noch ausführlich über den Flybo berichten.

http://www.flybo.cn/xf/product_new.asp?id=323

Unserer Meinung nach ist der entscheidende Faktor, ob es den Chinesen gelingen wird auf dem europäischen Markt Fuss zu fassen, dass neben “Marketinghürden”, auch Produkte anzubieten die den europäischen Qualitätsstandarts entsprechen. Hinzu kommt eine gewerbliche Infrastruktur die für Reperaturen und Gewährleistungen sicherlich erst noch geschaffen werden muss. Einen preislichen Wettbewerbsvorteil werden diese Produkte sicherlich haben. Wenn die deutschen Hersteller sich nicht anpassen und klimafreundliche mobile Konzepte entwickeln, die sich auch preislich nicht astronomische von den bald erhältlichen Konkurrenzfahrzeugen unterscheiden, dann könnten sie nicht nur den aktuellen Trend der Hybridmotoren verschlafen, wo die Japaner mitlerweile führend sind, sondern auch eine zunehmende mobile Alternative für Stadtmenschen vermissen lassen.

Es wird spannend ob die Newcommer aus China den Markt in dem Kleinstwagensektor vielleicht mit Elektrofahrzeugen revolutionieren werden, oder aber die etablierten heimischen Firmen die nötige Flexibilität für zukunfstweisende, umweltfreundliche Entwicklungen aufbringen. Vielleicht wird Umweltschutz ja bald nicht nur wichtig und richtig, sondern auch günstig…

Wir sorgen für saubere Luft.

Österreich zieht nach…

Freitag, 14. Dezember 2007

Ab dem 1.7.2008 wird sich auch in Österreich für Käufer eines Neuwagens einiges ändern. Fahrzeuge die einen CO2 Ausstoss von unter 120g/km haben werden von da an mit einer einmaligen Pauschale von 300 Euro subventioniert werden. Für Fahrzeuge mit einem CO2 Ausstoss von mehr als 120g/km bis 180g/km soll sich nichts ändern. Bei Neuwagen mit einem CO2 Ausstoss von über 180g/km werden pro zusätzlich ausgestossenen Gramm CO2/km, dann 25 Euro in Rechnung gestellt. Ab dem Jahr 2010 wird der Grenzwert für die Zuzahlungspflicht bei Neufahrzeugen auf 160g/km abgesenkt. Die Massnahmen sind insgesamt nicht ganz so drastisch wie in Frankreich, werden aber Anreize schaffen und vielleicht das Bewusstsein für klimafreundlichere Autos bei den Autokäufern schärfen.

Wir sorgen für saubere Luft.

Zenn = Zero Emissions No Noise

Sonntag, 9. Dezember 2007

3-4_zenn_silver.jpg

In Kanada wird zur Zeit das Elektroauto Zenn produziert. Als ersten Absatzmarkt peilt man den US amerikanischen Markt an, da es im Heimatland wohl zur Zeit noch Probleme mit der gesetzlichen Zulassung des Elektroautos gibt.


http://zenncars.com/

Mit einer Reichweite von rund 60km wurde dieses Elektroauto für den urbanen Gebrauch konzipiert. Aufladen lassen sich die vollkommen recyclebaren Akkus nach Angaben des Herstellers an jeder üblichen amerikanischen Steckdose. Ein Starkstromanschluss wie es bei anderen Elektrofahrzeugen üblich ist wird nicht benötigt. Ein Wiederaufladen der Akkus soll 8 Stunden dauern und der berühmte Memoryeffekt soll bei zwischenzeitlichen Ladevorgängen ausgeschlossen sein. Aufgrund aufgrund einer gesetzlichen Einstufung des Autos in den USA mit Golffahrzeugen und anderen nicht gerade alltagstauglichen Sonderfahrzeugen ist die Höchstgeschwindigkeit derzeit noch auf 40km/h beschränkt. Das Fahrzeug ist in zwei Versionen erhältlich, einmal als Zweisitzer und als Viersitzer. Um für den Stadtverkehr bestmöglich gewappnet zu sein besitzt der Zenn ein System zur Bremsenergierückgewinnung, womit sich die Akkus während der Fahrt aufladen lassen. Das beeindruckendste am Zenn ist aber der verhältnismässig günstige Preis. Dieser soll je nach Version und Ausstattungsvariante zwischen 10.000 US/Dollar und 15.000 US/Dollar liegen. Wenn man bedenkt, dass man viel Geld an Unterhaltskosten wie: Benzin, Wartungskosten und Steuern sparen kann, dann kann dieses Auto eine günstige Alternative zu derzeitigen automobilen Lösungen werden.

Vielleicht wäre ohne die Drosselung auf 40km/h dieses Fahrzeug auch bald eine realistische Alternative in Europa. Der Preis könnte in der günstigsten Variante in Europa, bedingt durch den guten Wechselkurs des Euro zum US/Dollar (z.B.:1.45 Dollar/1 Euro) rund 6896 Euro betragen (ohne Transportkosten und Zölle). Wenn man als Konsument in Frankreich wirklich eine Subvention beim Autokauf von 5000 Euro für ein Auto bekomme sollte, welches einen CO2 Ausstoß von unter 60g/km hat, dann müsste sich die Kosten für den Zenn in diesem hypothetischen Fall auf 1.896 Euro (für die Basisversion) belaufen! Gepaart mit sehr niedrigen Unterhaltskosten wäre der Zenn dann bestimmt ein Verkaufsschlager in Frankreich.

Wenn der Zenn auch nach Europa exportiert werden sollte und die Preisbasis sich nicht wesentlich ändert, dann könnte der Zenn in europäischen und gerade in französischen Großstädten eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen werden.

zenn_driving_5_4x6.jpg

Wir sorgen für saubere Luft.

Am 8. Dez ist Aktionstag

Samstag, 8. Dezember 2007

Unter dem Slogan >>Klimaschutz jetzt!<< findet am 8. Dezember ein Aktionstag statt. Weltweit werden hunderttausende Menschen auf die Strasse gehen, in Deutschland sind Demos in Berlin und Neurath geplant.

Eine Aktion ist auf der Internetseite von BILD aufgefallen, denn es wird dazu aufgefordert, morgen um 20 Uhr für 10 Minuten die Lichter auszuschalten. Die Energiezulieferer befürchten daher schon Probleme wegen der hohen Lastschwankungen.

Licht aus

Weitere Informationen sind unter http://die-klima-allianz.de abzurufen.

Zuckerbrot und Peitsche in Frankreich

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Ab dem 1.1.2008 wird es für Käufer eines umweltschädlichen Neuwagens in Frankreich teuer. Es wurde gerade ein Gesetz verabschiedet, welches dann beim Kauf eines Autos mit einem CO2 Ausstoss von über 160g/km, es mit einer Zuzahlung versehen werden muss. Diese fallen gestaffelt aus und können im “schlimmsten Fall” bis zu 2600 Euro betragen. Käufer eines umweltfreundlichen Neuwagens der einen CO2 Ausstoss von unter 130g/km hat, werden hingegen mit bis zu 1000 Euro belohnt. Zusätzlich können die Käufer noch eine Prämie über 300 Euro erhalten wenn sie den Nachweis beim Kauf eines Neuwagens erbringen, ein mindestens 15 Jahre altes Auto verschrottet zu haben.

Käufer eines Autos mit einem CO2 Ausstoss von unter 60g/km sollen sogar eine Sonderzahlung von 5000 Euro bekommen. Chancen bieten sich hier sicherlich für Elektrofahrzeuge, aber auch der Loremo aus Deutschland sollte hiervon in Zukunft deutlich profitieren können.

Wir sind gespannt wie sich die Zulassungszahlen von Neuwagen in Frankreich entwickeln und werden in Kürze mehr berichten. Vielleicht wird dieses Instrument von Anreizen und Strafen ja auch bald in Deutschland eingeführt; in Österreich sind ähnliche Gesetzesvorhaben bereits in Planung. Wer schon jetzt nach einem passendes Auto suchen möchte kann ja gleich loslegen…

Wir sorgen für saubere Luft.